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Datenverbrauch

Datenverbrauch pro App: von Google Maps bis TikTok

Vergleiche, wie viele mobile Daten beliebte Apps pro Stunde verbrauchen. Mit Richtwerten für Nachrichten, Musik, Social Media, Streaming, Navigation und Videoanrufe.

Aktualisiert: 22. Juli 20266 Min. Lesezeit
Ein Smartphone mit verschiedenen Apps, deren mobiler Datenverbrauch verglichen wird.

Video-Apps verbrauchen mit Abstand die meisten Daten. Google Maps und Textnachrichten sind vergleichsweise sparsam. Rechne für Navigation mit ungefähr 5 bis 20 MB pro Stunde, für Musik mit 40 bis 150 MB, für TikTok mit 0,5 bis 1,5 GB und für HD-Videoanrufe mit etwa 1 bis 2 GB pro Stunde.

HolySim-Tipp: Nutze diese Zahlen zur Planung eines Datenvolumens und nicht, um eine Rechnung auf das Megabyte genau vorherzusagen. Smartphone und Anbieter zeigen im Nachhinein den tatsächlichen Verbrauch.

Richtwerte nach Aktivität

Die folgenden Bandbreiten sind HolySim-Schätzungen für mobile Nutzung. Der untere Wert passt zu niedriger Qualität und wenig Medien, der obere zu hoher Qualität, automatischem Vorladen und vielen Bildern.

  • Textnachrichten über WhatsApp, Signal oder iMessage: meist weniger als 5 MB pro Stunde aktives Chatten ohne Fotos, Sticker oder Sprachnachrichten.
  • E-Mail: ungefähr 5 bis 50 MB pro Stunde ohne große Anhänge. Präsentationen und Fotoanhänge können diesen Wert auf einmal überschreiten.
  • Surfen: ungefähr 50 bis 200 MB pro Stunde. Nachrichtenseiten mit automatisch abspielenden Videos liegen höher als einfache Textseiten.
  • Musikstreaming: ungefähr 40 bis 150 MB pro Stunde, je nach gewählter Audioqualität.
  • Google-Maps-Navigation: ungefähr 5 bis 20 MB pro Stunde, nachdem Kartenkacheln und Route geladen wurden.
  • Instagram und Facebook: grob 100 bis 600 MB pro Stunde, mit Ausreißern durch Reels und Autoplay.
  • TikTok: häufig 0,5 bis 1,5 GB pro Stunde.
  • YouTube: ungefähr 0,3 bis 3 GB pro Stunde bei 360p bis 1080p; 4K kann deutlich darüber liegen.
  • Netflix: offiziell bis zu 0,3 GB pro Stunde auf Niedrig, 0,7 GB auf Mittel, 3 GB in HD und 7 GB in 4K.
  • Videoanrufe: ungefähr 0,3 bis 2 GB pro Stunde; HD-Gruppengespräche können mehr verbrauchen.

Eine Stunde ist bei Feeds schneller erreicht, als du denkst. Zehn Minuten TikTok morgens und zehn Minuten abends ergeben auf einer zweiwöchigen Reise fast fünf Stunden Video.

Nachrichten-Apps sind sparsam, bis du Medien versendest

Text selbst benötigt wenig Daten. Fotos, GIFs, Sprachnachrichten und Videos bestimmen den Verbrauch. Ein Foto kann einige Hundert Kilobyte bis mehrere Megabyte groß sein. Ein Video kann je nach Länge und Komprimierung Dutzende oder Hunderte Megabyte belegen.

WhatsApp-Anrufe verbrauchen mehr als Chats. Bei Videoanrufen werden sowohl das empfangene Bild als auch dein Upload von Kamera und Ton vom Tarif abgezogen. Stelle automatische Medien-Downloads auf WLAN, wenn du in Gruppenchats mit vielen eingehenden Fotos bist.

Reserviere keine eigenen GB für Textnachrichten. Plane aber Daten für Medien und Gespräche ein.

Musik und Podcasts

Audiostreaming ist besser vorhersehbar als Video. Bei ungefähr 96 kbit/s verbrauchst du rund 43 MB pro Stunde, bei 160 kbit/s etwa 72 MB und bei 320 kbit/s ungefähr 144 MB. Das ergibt sich aus der Bitrate und bleibt wegen App-Verkehr und variabler Komprimierung eine Annäherung.

Zehn Stunden Musik in normaler Qualität kosten somit grob 0,5 bis 1 GB. Lade Wiedergabelisten und Podcasts zu Hause herunter, wenn du jeden Tag lange zuhörst. Prüfe, dass die App Downloads nicht automatisch über mobile Daten aktualisiert.

Live-Radio kann bei ausgeschaltetem Bildschirm weiterspielen. Beende den Stream manuell, wenn du aussteigst oder schlafen gehst.

Social Media: Der Feed bestimmt die Rechnung

Instagram, Facebook, Snapchat und TikTok verbinden Fotos, Videos, Werbung und Vorladen. Deshalb gibt es keinen festen Wert pro Beitrag. Ein Feed mit hauptsächlich Fotos kann einige Hundert MB pro Stunde verbrauchen; Reels und kurze Videos bewegen sich in Richtung 1 GB pro Stunde oder mehr.

Auch Uploads zählen. Eine Reihe von Urlaubsvideos in Originalqualität kann mehr verbrauchen als das Ansehen deines Feeds. Stelle Fotosicherungen und Uploads in Originalqualität auf WLAN.

Lies die eigene Berechnung für TikTok. Bei anderen Social-Media-Apps kannst du dieselbe Messmethode verwenden: Notiere den App-Verbrauch, nutze sie fünfzehn Minuten wie gewohnt und multipliziere die gemessene Differenz mit vier.

Streaming: Die Qualität ist der wichtigste Regler

Netflix veröffentlicht klare Höchstwerte. Netflix nennt bis zu 0,3 GB pro Stunde für Niedrig, 0,7 GB für Mittel, 1 GB für SD auf Hoch, 3 GB für HD und 7 GB für 4K.

YouTube passt die Qualität automatisch an Verbindung, Bildschirm und Quellvideo an. Daher kann dieselbe Stunde an einem Tag wenig und am nächsten viel verbrauchen. Stelle die Videoqualität für mobile Netze bewusst auf Datensparmodus oder eine feste Auflösung.

Nutze die ausführlichen Ratgeber für Netflix und YouTube, um Wiedergabestunden in GB umzurechnen.

Die GPS-Positionierung selbst ist nicht der große Datenverbraucher. Kartenkacheln, Routenberechnung, Verkehrsinformationen, Suchergebnisse und Fotos von Orten benötigen Daten.

Aktive Google-Maps-Navigation bleibt häufig innerhalb von 5 bis 20 MB pro Stunde, wenn das Gebiet bereits geladen wurde. Viel Suchen, Satellitenansicht, Street View und Fotos können eine Sitzung Dutzende oder Hunderte MB groß machen.

Lade ein Gebiet über WLAN herunter. Google bestätigt, dass Offlinekarten Autorouten anzeigen können, solange die vollständige Route innerhalb des Downloads liegt. Verkehr, Alternativrouten sowie Routen für öffentliche Verkehrsmittel, Radfahren oder zu Fuß sind offline eingeschränkt oder nicht verfügbar.

Videoanrufe und Arbeit

Videoanrufe verwenden Download und Upload. Ein Gespräch mit niedriger Auflösung kann bei ungefähr 0,3 bis 0,7 GB pro Stunde bleiben. HD liegt häufig bei rund 1 bis 2 GB. Gruppenansicht und Full HD können mehr verbrauchen.

Zoom nennt für ein 720p-Gruppengespräch 2,6 Mbit/s Upload und 1,8 Mbit/s Download. Wenn diese Kapazität eine Stunde vollständig genutzt wird, sind das theoretisch fast 2 GB Datenverkehr. Der tatsächliche Verbrauch unterscheidet sich, weil Videodienste ihre Qualität anpassen.

Bildschirmfreigabe ohne bewegtes Video ist meist sparsamer als Kamerabild. Schalte die Kamera aus, wenn Empfang oder Datenvolumen knapp sind. Lies mehr über den Datenverbrauch bei Videoanrufen.

Hintergrundverbrauch, den du nicht siehst

Cloud-Sicherungen, Systemupdates, App-Updates und Fotoalben können im Hintergrund Gigabytes verbrauchen. Ein Laptop per Hotspot erhöht dieses Risiko, weil Desktop-Apps größere Dateien synchronisieren.

Stelle automatische Updates und Sicherungen auf WLAN. Prüfe außerdem die WLAN-Unterstützung auf dem iPhone; Apple warnt, dass sie bei schwachem WLAN automatisch mobile Daten nutzen kann. Ein Hotel-WLAN-Symbol bedeutet daher nicht immer, dass deine eSIM keine Daten verbraucht.

Miss jede App auf deinem eigenen Smartphone

Auf dem iPhone siehst du unter Einstellungen > Mobilfunk den Verbrauch pro App für den aktuellen Zeitraum. Apple lässt dich die Statistiken zurücksetzen, sodass du einen neuen Messzeitraum beginnen kannst.

Auf einem Pixel steht dies unter Einstellungen > Netzwerk & Internet > Internet > Anbietereinstellungen > App-Datennutzung. Andere Android-Geräte verwenden ähnliche Menüs. Die Messung des Anbieters bleibt für dein Tarifguthaben maßgeblich.

Miss mindestens einige Tage. Eine Stunde Nutzung zu Hause über WLAN sagt nichts über automatische Downloads aus, die erst später über mobile Daten starten.

Vom App-Verbrauch zum Datentarif

Schreibe auf, wie viele Minuten du eine Aktivität voraussichtlich pro Tag nutzt. Multipliziere diese Zeit mit dem Verbrauch pro Stunde und danach mit der Anzahl der Reisetage. Addiere 20 % Reserve.

Beispiel: Täglich dreißig Minuten TikTok bei 1 GB pro Stunde sind 0,5 GB pro Tag. Vierzehn Tage kosten dann 7 GB. Karten, Nachrichten und eine Reserve bringen die Wahl schnell auf 10 oder 20 GB.

Nutze den GB-Rechner in Ratgeberform für eine vollständige Reiseschätzung.

Quellen und redaktionelle Prüfung

Die Netflix-Höchstwerte kommen von Netflix, die Kartenfunktionen von Google und die Messwege von Apple und Google. Alle übrigen MB- und GB-Bandbreiten sind HolySim-Richtwerte. Codecs, Qualität, Bildschirm, Autoplay, Werbung, Cache und App-Version verändern den tatsächlichen Verbrauch. Zuletzt inhaltlich geprüft am 15. Juli 2026.

Häufig gestellte Fragen

Welche App verbraucht die meisten Daten?

Video-Apps und Cloud-Sicherungen stehen meistens ganz oben. 4K-Streaming kann mehrere GB pro Stunde verbrauchen; eine Fotosicherung kann auf einmal noch größer sein.

Verbraucht WhatsApp viele Daten?

Textchats verbrauchen wenig. Fotos, Videos, automatische Medien-Downloads und Videoanrufe erhöhen den Verbrauch deutlich.

Zählen Hintergrunddaten mit?

Ja. Updates, Sicherungen, Synchronisierung und Vorladen werden ebenfalls von deinem mobilen Tarif abgezogen.

Warum weicht mein Smartphone von der App-Schätzung ab?

Qualität, Codec, Cache, Werbung und Nutzungsmuster unterscheiden sich. Smartphone und Anbieter können Datenverkehr außerdem für verschiedene Messzeiträume anzeigen.

Wie messe ich eine einzelne App fair?

Starte einen neuen Messzeitraum oder notiere den Anfangswert, nutze nur diese App für fünfzehn bis dreißig Minuten und vergleiche danach. Wiederhole den Test an einem zweiten Tag.