Einrichtung
EID, ICCID und SM-DP+: Was bedeuten sie bei eSIM?
Verstehe EID, ICCID, IMEI und SM-DP+, finde diese eSIM-Daten auf deinem Handy und erfahre, welche Kennungen du sicher direkt mit dem Support teilen kannst.
In diesem Ratgeber
Die EID identifiziert den eingebauten eSIM-Chip, die ICCID ein bestimmtes SIM-Profil und die SM-DP+-Adresse verweist das Handy auf den Server, der dieses Profil sicher ausliefert. Die IMEI ist wieder etwas anderes: Sie identifiziert das Mobilgerät oder eine Funkschnittstelle. Der Support ordnet damit Installation oder Bestellung dem richtigen Gerät und Profil zu.
Merkhilfe: EID = eSIM-Hardware, ICCID = SIM-Profil, SM-DP+ = Downloadserver und IMEI = Gerät. Veröffentliche niemals Aktivierungscodes oder QR-Codes und behandle auch Kennungen als Kunden- und Gerätedaten.
EID, ICCID, SM-DP+ und IMEI im Vergleich
| Begriff | Identifiziert | Wann begegnet er dir? |
|---|---|---|
| EID | Die eUICC oder eingebaute eSIM-Hardware | Geräteprüfung, Zuordnung und Support |
| ICCID | Ein physisches oder digitales SIM-Profil | Profilstatus, Vertrag und Support |
| SM-DP+ | Die geschützte Plattform zur Vorbereitung und Auslieferung eines Profils | Manuelle eSIM-Installation |
| IMEI | Das Mobilgerät oder eine Funkschnittstelle | Kompatibilität, SIM-Lock und Registrierung |
| Aktivierungscode | Die Bestellung oder Downloadanweisung | QR-Scan oder manuelle Installation |
Die GSMA-Verbraucherarchitektur erklärt, wie Aktivierungscode, EID, ICCID und SM-DP+ beim Remote SIM Provisioning zusammenarbeiten. Siehe GSMA SGP.21 Consumer Architecture.
Was ist eine EID bei eSIM?
EID steht für eUICC Identifier: die eindeutige Kennung des geschützten Chips, in dem eSIM-Profile gespeichert werden. Die EID gehört also zur eSIM-Hardware des Geräts und nicht zu einem einzelnen gekauften Datenpaket.
Ein Anbieter kann die EID benötigen, um zu prüfen, an welche eUICC ein Profil geliefert werden darf. Google nennt die EID als Voraussetzung für eSIM auf Pixel und zeigt sie unter Einstellungen > Über das Telefon > SIM-Status. Siehe EID auf einem Pixel finden.
Wo findest du die EID auf iPhone und Android?
Auf dem iPhone steht sie normalerweise unter Einstellungen > Allgemein > Info. Apple listet dort EID, IMEI und ICCID bei den Gerätedaten. Siehe Kennnummern auf dem iPhone finden. Auf Android variiert der Pfad je nach Marke; suche unter Über das Telefon, Status oder SIM-Status.
Was ist eine ICCID?
ICCID steht für Integrated Circuit Card Identifier. Die Nummer identifiziert die SIM oder das eSIM-Profil eines Mobilfunkdienstes. Speicherst du mehrere eSIMs, kann jedes Profil eine eigene ICCID haben, während das Handy eine EID für die eingebaute eUICC zeigt.
Der Support kann mit einer ICCID prüfen, welches Profil aktiv, heruntergeladen, storniert oder einer Bestellung zugeordnet ist. Sie ist nicht deine Telefonnummer: Ein reines Datenprofil kann eine ICCID besitzen, ohne eine nutzbare Nummer für normale Anrufe anzubieten.
Wo findest du die ICCID?
Auf dem iPhone steht sie oft unter Einstellungen > Allgemein > Info bei der betreffenden SIM-Leitung. Auf Android kann sie im SIM-Status oder in den Anbieterinformationen erscheinen, manche Geräte zeigen sie jedoch nicht an. Prüfe dann das Kundenportal oder lass den Support über deine Bestellnummer suchen.
Was ist eine SM-DP+-Adresse?
SM-DP+ steht für Subscription Manager Data Preparation Plus. Dieses System bereitet das geschützte eSIM-Profil vor und liefert es an dein Gerät. Bei manueller Installation gibst du meist eine SM-DP+-Adresse und einen Aktivierungscode ein; manchmal ist zusätzlich ein Bestätigungscode nötig.
Der QR-Code enthält diese Downloadinformationen in maschinenlesbarer Form. Du scannst also nicht den gesamten Mobilfunktarif aus einem Bild: Das Handy verwendet die Angaben, um online die richtige Plattform zu kontaktieren und das Profil herunterzuladen.
Wie läuft eine manuelle Aktivierung ab?
Die genauen Bezeichnungen unterscheiden sich, der Ablauf ist meist:
- Wähle eSIM hinzufügen oder Mobilfunktarif hinzufügen.
- Wähle manuelle Eingabe statt QR-Scan.
- Gib die SM-DP+-Adresse exakt ein.
- Ergänze den Aktivierungscode ohne zusätzliche Leerzeichen.
- Gib nur dann einen Bestätigungscode ein, wenn der Anbieter ihn geliefert hat.
- Lade das Profil über eine stabile Internetverbindung herunter.
Beginne bei Fehlern mit eSIM-QR-Code funktioniert nicht und lösche ein teilweise installiertes Profil nicht ohne Rücksprache.
EID, ICCID und IMEI nicht verwechseln
Eine IMEI identifiziert eine mobile Geräteschnittstelle. Dual-SIM-Handys können deshalb IMEI 1 und IMEI 2 anzeigen. Die zweite Nummer bedeutet nicht, dass du ein zweites eSIM-Profil hast; sie hilft, die zweite Mobilfunkleitung oder Funkschnittstelle zu identifizieren.
Gib dem Support genau das verlangte Feld. Eine IMEI statt der EID oder eine Telefonnummer statt der ICCID kann zu einer falschen Zuordnung führen. Prüfe vor dem Kopieren die Bezeichnung über der Ziffernfolge.
Welche Nummer braucht der Support?
Für Gerätekompatibilität ist häufig die IMEI relevant. Zur Auslieferung an die eingebaute eSIM kann die EID nötig sein. Für ein vorhandenes oder verschwundenes Profil hilft die ICCID. Beim manuellen Download fragt das Handy nach SM-DP+ und Aktivierungscode. Deine Bestellnummer bleibt der sicherste erste Bezug zur Buchung.
Welche eSIM-Daten kannst du sicher teilen?
Teile EID, ICCID und IMEI nur mit deinem Anbieter, Gerätehersteller oder vertrauenswürdigem Support über einen sicheren Kanal. Sie sind in der Regel keine Passwörter, die allein dein Konto öffnen, aber eindeutige Kunden- und Gerätekennungen.
Veröffentliche niemals einen eSIM-QR-Code, Aktivierungs- oder Bestätigungscode in einem Forum, öffentlichen Chat oder Screenshot. Ein solcher Code kann einen einmaligen Profildownload starten. Schneide Screenshots so zu, dass geheime Codes bei einer Fehlermeldung nicht sichtbar sind.
Quellen und redaktionelle Prüfung
Die Rollen von EID, ICCID und SM-DP+ wurden in der GSMA-Architektur geprüft. Die Fundstellen auf Geräten wurden bei Apple und Google kontrolliert. Menüpfade, Sichtbarkeit der Nummern und Supportanforderungen unterscheiden sich nach Gerät, Softwareversion und Anbieter. Zuletzt inhaltlich geprüft am 26. Juli 2026.
Häufig gestellte Fragen
Ist die EID dasselbe wie die IMEI?
Nein. Die EID identifiziert die eingebaute eSIM-Hardware oder eUICC, während die IMEI eine mobile Geräteschnittstelle kennzeichnet. Ein Dual-SIM-Handy kann zwei IMEI-Nummern und trotzdem nur eine EID anzeigen. Gib dem Support nur die Nummer, die neben der ausdrücklich verlangten Bezeichnung steht.
Ist die ICCID meine Telefonnummer?
Nein. Die ICCID identifiziert die SIM oder das eSIM-Profil; deine Telefonnummer ist eine separate Dienstangabe, die einer Leitung zugeordnet sein kann. Eine reine Daten-eSIM besitzt ebenfalls eine ICCID, bietet aber häufig keine Nummer für normale Mobilfunkanrufe oder SMS.
Wo steht die SM-DP+-Adresse?
Wenn manuelle Installation unterstützt wird, steht die SM-DP+-Adresse meist in Bestellmail, QR-Code-Daten oder Kundenportal. Übernimm sie exakt. Fehlt sie, frage den Anbieter nach den offiziellen manuellen Aktivierungsdaten und nutze keine Adresse aus einem Forum oder einer anderen Bestellung.
Kann ich meine EID öffentlich teilen?
Besser nicht. Eine EID ist kein Passwort, identifiziert aber eindeutig die eSIM-Hardware. Teile sie nur über einen sicheren Supportkanal, wenn Anbieter oder Gerätehersteller sie benötigen. Blende auch ICCID, IMEI, Bestellnummer und Aktivierungsdaten in öffentlichen Screenshots aus.
Warum fragt mein Anbieter nach EID und IMEI?
Die Kennungen dienen verschiedenen Prüfungen. Die EID verweist auf die eingebaute eSIM-Hardware; die IMEI identifiziert die mobile Geräteschnittstelle und kann bei Kompatibilität oder Netzzugang helfen. Ein Anbieter kann beide benötigen, um das richtige Profil an ein geeignetes Gerät zu liefern.